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Walter Leiß, der Pfarrer mit dem guten Herzen

"Der Pfarrer mit dem guten Herzen ist gestorben." Das war eine der ersten Reaktionen einer Frau aus Flöha in den Vormittagsstunden des 1. Februar auf die Nachricht uom Tod ihres früheren Pfarrers Walter Leiß. Damit hat sie das Wesen von Pfarrer Leiß in aller Kürze zusammengefasst: Pfarrer mit dem guten Herzen. Es gibt wohl kein schöneres Lob für einen Seelsorger.

Walter Leiß wurde am 1. März 1936 in Bieszikow (Kreis Radomsko, Polen) geboren und am 27. Juni 1970 in Dresden zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Werdau (Aushilfe), Schwarzenberg und Zittau übernahm er 1977 die Gemeinde in Seifhennersdorf und wurde 1983 Pfarrer von Lengenfeld. Von 1991 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2004 wirkte Pfarrer Leiß in der Pfarrei Flöha. Als Ruheständler diente Walter Leiß noch bis zuletzt als Hausgeistlicher im Seniorenheim Edith Stein in Gera-Lusan.

Sein priesterliches Wirken war gekennzeichnet von einer tiefen Frömmigkeit und Hingabe an den Menschen. Mehr als durch Worte hat er durch seine große Hilfsbereitschaft Gottes Liebe verkündet. Doch ein ganz besonderer Platz in seinem Herzen war aen Kindern reserviert. Sie schienen für ihn die Quelle seines Lächelns zu sein. Er, der in seinem Leben kaum auf sich selbst geachtet hat, möge jetzt umso mehr Achtung von Gott erfahren. Darum wollen wir beten.

Bernhard Gaar, Chemnitz


Unter einem Dach

werden Räume aufgetan,
die weit genug sind

für Unvollendetes
und Gereiftes,
für Angst und Hoffnung,

für Leben und Sterben.